Bootmgr fehlt / bootmgr is missing - Windows

Bootmgr fehlt Leider kommt es immer wieder vor dass einem die Fehlermeldung bootmgr fehlt oder bootmgr is missing angezeigt wird. Egal welches Windows-Betriebssystem (ab Windows Vista) man installiert hat - Windows Vista, Windows 7 oder Windows 8. Windows XP nutzt den Bootloader NTLDR. Bootmgr fehlt bzw. bootmgr is missing bedeutet, dass der Computer den Bootmanager nicht finden kann.

Nicht direkt durchdrehen, wenn die Meldung "Bootmgr fehlt" angezeigt wird! Das Problem lässt sich meist ganz einfach beheben.

Wichtig: Sehr oft entsteht die Fehlermeldung durch Viren. Einige Viren können Systemdateien löschen oder ändern. Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer von einem Virus infiziert wurde, sollten Sie - nachdem Sie den Bootfehler behoben haben - Ihr System auf Viren überprüfen und einen guten Virenscanner installieren. Ausserdem sollten Sie sich unseren Leitfaden zum Thema "Virenschutz und Sicherheit im Internet" durchlesen.

Was ist der Bootmanager?

Beim Einschalten des Computers rattert bei allen Systemen eine ganz bestimmte Routine los. Dieser Vorgang wird "Booten" genannt, einer Redewendung die aus dem englischen "lifting oneself up by one`s bootstraps" abgeleitet wurde, und soviel bedeutet wie, "sich am eigenen Schopf hochziehen". Gemeint ist damit, dass sich der Computer ohne Fremdeinwirkung selbst in den Betriebszustand versetzt. Nach dem Einschalten übernimmt das sogenannte BIOS, eine Art Grundbetriebssystem, die Kontrolle. Das BIOS besteht aus einem ROM und einer darin gespeicherten Software, die alle BIOS -Funktionen enthält.

Das ROM-BIOS besitzt drei grundsätzliche Aufgaben:
  1. den PC nach dem Einschalten zu initialisieren, und Konfigurationsinformationen zu sammeln.

  2. Software für die Kommunikation der unterschiedlichen Hardwarekomponenten bereitzustellen.

  3. den Bootsektor (Bootmgr) im Wurzelverzeichnis eines NTFS-Dateisystems zu finden und diesen auszuführen.
Der Bootmanager ist ein Programm welches den Windows-Start steuert. Er startet das Betriebssystem. Ist dieser beschädigt oder nicht auffindbar, erscheint die Fehlermeldung Bootmgr fehlt.

So beheben Sie das Problem Bootmgr fehlt / bootmgr is missing

Eventuell müssen Sie mehrere Lösungswege ausprobieren. Es gibt leider kein Patentrezept gegen diese Fehlermeldung. Bitte führen Sie alle Schritte in der richtigen Reihenfolge durch. Wenn Sie Fragen haben oder an einer Stelle nicht weiterkommen, brechen Sie den Vorgang ab und kontaktieren Sie uns.

Möglichkeit 1: Der Bootmanager ist beschädigt

Ist der Bootmanager beschädigt müssen Sie den Bootmanager wiederherstellen. Im Folgenden stellen wir Ihnen 5 Methoden vor, mit denen Sie den Bootmanager wiederherstellen können.

Methode 1: Bootmanager wiederherstellen per Windows CD (Reparaturoptionen)

  1. Legen Sie die Windows-DVD in Ihr Computer-Laufwerk und starten Sie von dieser. (Windows von CD oder DVD starten - So geht`s).

    Keine Windows-DVD zur Hand? Viele Notebook-Hersteller liefern keine Windows-DVD mit. ISO-Images von Windows 7 gibt es weiter unten zum kostenlosen Download. Nutzer von Windows Vista und Windows 8 (ohne DVD) müssen eine alternative Lösungsmethode ausprobieren.

  2. Klicken Sie auf den Menüpunkt
    Computerreparaturoptionen


    Computerreparaturoptionen von Windows

  3. Der Windows-Assistent startet umgehend mit der Analyse Ihrer Windows-Installation.

    Analyse Ihrer Windows-Installation

  4. Sobald der Windows-Assistent Probleme mit den Startoptionen erkannt hat, können Sie diese reparieren lassen. Über den Menüpunkt
    Reparieren und neu starten


    Startoptionen von Windows

  5. Sehr wahrscheinlich müssen Sie die
    Computerreparaturoption
    über den Menüpunkt
    Systemstartreparatur
    2-mal wiederholen (also insgesamt 3 Reparaturvorgänge). Denn Windows repariert zuerst nur den MBR, dann den PBR und erst zum Schluß den Bootmanager.

    Systemstartreparatur

  6. Womöglich hat ein Virus den Fehler verursacht. Überprüfen Sie Ihr Windows-System mit Malwarebytes und Hitmanpro auf Viren. Ausserdem empfiehlt sich die Installation eines guten Virenscanners (siehe: Virenscanner Test).
Windows 7 Images - Download
Windows 7 Home Premium (x86) (32 bit) - DVD
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65740/X15-65740.iso (Deutsch)
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65732/X15-65732.iso (Englisch)

Windows 7 Home Premium (x64) (64 bit) - DVD
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65741/X15-65741.iso (Deutsch)
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65733/X15-65733.iso (Englisch)

Windows 7 Professional (x86) (32 bit) - DVD
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65812/X15-65812.iso (Deutsch)
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65804/X15-65804.iso (Englisch)

Windows 7 Professional (x64) (64 bit) - DVD
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65813/X15-65813.iso (Deutsch)
http://msft-dnl.digitalrivercontent.net/msvista/pub/X15-65805/X15-65805.iso (Englisch)

Alternativ können Sie Windows 7 kaufen.

Methode 2: Bootmanager wiederherstellen per Windows CD (Eingabeaufforderung)

Diese Methode wird in Fachkreisen als die erfolgversprechendste Lösungsmethode bezeichnet.
  1. Starten Sie Ihren Computer mit eingelegter Windows-CD und drücken Sie sofort die Tastenkombination
    STRG + F10
    .

  2. Sie gelangen in die Windows-Eingabeaufforderung. Mit den nachfolgenden Befehle reparieren Sie den Master bootrecord, Boot-Sektor und den Start Konfigurations Datenspeicher (Boot Configuration Data, BCD).

    bootrec /fixmbr


    bootrec /fixboot


    bootrec /RebuildBcd


    Bootmgr fehlt reparieren per Eingabeaufforderung

    Um den Bootmanager von Windows 7 wieder zu aktivieren, müssen Sie den folgenden Befehl eingeben:

    bootrecbootsect /nt60 SYS /force


    Wenn Sie ein spezielles Laufwerk ansprechen möchten, geben Sie den folgenden Befehl ein (C: steht in dem Befehl für das Laufwerk C):

    bootrecbootsect /nt60 C: /force

Methode 3: Bootmanager wiederherstellen per Windows Recovery-CD

Um den defekten Bootmanager zu reparieren, benötigen Sie eine Windows Recovery-CD. Sie können diese im Internet kostenlos herunterladen (Download-Links weiter unten). Nachdem Sie sich die Windows Recovery-CD heruntergeladen haben, müssen Sie diese auf eine CD brennen und den Computer über diese CD neu starten. Dazu legen Sie die CD einfach in Ihr Computer-Laufwerk und starten den Computer neu. (Windows von Recovery-CD oder -DVD starten - So geht`s)

Nach einigen Sekunden erscheint das folgende Menü:

Bootmgr reparieren

Über den Menüpunkt
Systemstartreparatur
können Sie den Windows-Startmanager reparieren lassen und einen neuen Bootmanager erstellen. Diesen Vorgang müssen sie eventuell 2-mal wiederholen (also insgesamt 3 Reparaturvorgänge). Denn der Windows-Assistent repariert beim ersten Durchgang nur den MBR, dann den PBR und erst beim letzten Durchgang den Bootmanager.

Anschließend sollte das Problem behoben sein und der Computer bzw. Bootmanager kann wieder ganz normal starten, ohne die Fehlermeldung bootmgr fehlt oder bootmgr is missing.

Überprüfen Sie Ihren Computer anschließend mit Malwarebytes und Hitmanpro auf Viren. Und installieren Sie unbedingt einen guten Virenscanner. In unserem Virenscanner Test finden Sie eine Übersicht der besten Virenscanner.
Download der Windows Recovery-CD
Windows Recovery CD
Windows 8
Windows 8 Recovery CD x86 (32bit) (nicht verfügbar)
Windows 8 Recovery CD x64 (64bit)

Windows 8.1
Windows 8.1 Wiederherstellungslaufwerk x86 (32bit)
Windows 8.1 Wiederherstellungslaufwerk x64 (64bit)

Methode 4: Bootmanager wiederherstellen per ComputerBild Notfall-CD

Mit der ComputerBild Notfall-CD können Sie den Bootmanager wiederherstellen. Die Benutzerführung ist kinderleicht. Die Notfall-CD können Sie von einer CD/DVD oder von einem USB-Stick/einer Speicherkarte starten. Einfach beim Start des Computers in das CD/DVD Laufwerk legen, bzw. den USB-Stick in den USB-Port stecken. Sekunden später erscheint eine Desktop-Obefläche mit zahlreichen Systemtools. Über den Menüpunk
Startsektor neu
reparieren Sie den Bootmanager (Bootmgr).

Die ComputerBild Notfall-CD wird jährlich aktualisiert und gibt es zum Beispiel hier.

Bootmgr fehlt per ComputerBild CD beheben

Methode 5: Bootmanager wiederherstellen per Systemwiederherstellung

Die Funktion der Systemwiederherstellung ist seit Windows ME in allen Windows-Versionen integriert. Mit der Systemwiederherstellung können Sie sämtliche Systemdateien zu einem früheren Zeitpunkt zurückversetzen. Die Systemwiederherstellung hat keine Auswirkungen auf Ihre persönlichen Daten, wie E-Mails, Text-Dokumente oder Fotos. Um die Systemwiederherstellung starten zu können, müssen Sie einfach in den abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung wechseln. Im abgesicherten Modus startet das Windows-Betriebssystem mit einer begrenzten Anzahl von Diensten, wodurch zum Beispiel Viren nicht starten können.
  1. Starten Sie ihren Computer im Abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung. Um in diesen Modus zu gelangen, starten Sie Ihren Computer neu und drücken Sie sofort die
    F8-Taste
    auf Ihrer Tastatur.

  2. Wählen Sie mit den
    Pfeiltasten
    Ihrer Tastatur den
    Abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung
    und drücken Sie die
    ENTER-Taste


    Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung

  3. Geben Sie
    rstrui.exe
    in das Eingabefenster ein und drücken Sie
    ENTER
    .

    rstrui exe

    Wenn Sie Windows 7 oder Windows 8 nutzen, geben Sie folgendes ein:
    C:\windows\system32\rstrui.exe
    und drücken Sie
    ENTER
    . Wenn Sie Windows XP nutzen, tippen Sie folgendes ein:
    C:\windowssystem32\restore\rstrui.exe
    und drücken Sie
    ENTER
    .

  4. Die Systemwiederherstellung startet und Ihnen wird eine Liste mit verschiedenen Wiederherstellungspunkten angezeigt. Wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt der vor dem Bootmgr-Fehler erstellt wurde.

    Systemwiederherstellung

  5. Sobald die Wiederherstellung abgeschlossen ist, starten Sie Ihren Computer neu. Die Fehlermeldung Bootmgr fehlt oder Bootmgr is missing sollte nun nicht mehr erscheinen. Überprüfen Sie Ihren Computer anschließend auf Viren uns installieren Sie ein gutes Antivirenprogramm.

Möglichkeit 2: Betriebssysteme auf unterschiedlichen Festplatten

Wenn Sie zwei Betriebsysteme auf zwei unterschiedliche Fenstplatten installiert haben, dann schauen Sie ob die Bootreihenfolge im BIOS richtig eingestellt ist. Häufig ist die Bootreihenfolge falsch eingestellt.

Bootreihenfolge

Um die Bootreihenfolge überprüfen zu können, müssen Sie ins BIOS gehen. Während des Bootens (Computerstart) erscheint im Bild kurz eine Aufforderung wie beispielsweise "Press DEL to Enter Setup". Nun muss man sehr schnell handeln...
  • AMI-BIOS: Beim Einschalten die DEL (Entf)-Taste drücken.

  • Award-BIOS: Je nach Version ist die DEL-Taste oder die Kombination von STRG (auch Control- oder Steuertaste genannt)-ALT-ESC-Taste drücken.

  • Phönix-BIOS: Akzeptiert wahlweise vier verschiedene Kombinationen: Entweder STRG-ALT-ESC oder STRG-ALT-S oder STRG-ALT-Einfg oder STRG-S.
Das ist bei fast allen PCs die gängigste Art um ins BIOS zu gelangen. Schnelligkeit ist gefragt. Verpasst man den Zeitpunkt zum Drücken der jeweiligen Taste, hat man Pech gehabt. Dann heißt es: noch mal von vorne ...

Das Laufwerk, von dem Sie booten möchte, muss die höchste Priorität bekommen. Dann sollte die Fehlermeldung "Bootmgr fehlt" verschwinden.

Wichtig: PC Freaks haben keinerlei Berührungsängste mit dem BIOS. Wer das erste Mal ins BIOS geht, sollte sich vorher einige gute Seiten zum Thema durchgelesen haben, oder einen erfahrenen User neben sich sitzen haben, denn bei (zufällig) falsch eingestellten Parametern kann das gesamte System zusammenbrechen.

Den Computer auf Viren überprüfen

Die größte Bedrohung, die das Internet für Ihren Computer bereit hält, sind Viren und Trojaner. Diese kleinen, lästigen Biester löschen Dateien, spähen Ihre Privatsphäre aus, können schwerwiegende Schäden an Ihrer Hardware verursachen und sind nicht zuletzt sehr kostspielig in ihrer Bekämpfung. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets, nimmt auch die Anzahl der befallenen PCs rapide zu. Sobald Sie den Bootmgr-Fehler behoben haben sollten Sie Ihr Computer-System auf Viren überprüfen.

Bösartige Dateien mit Malwarebytes Anti-Malware entfernen

  1. Sie können Malwarebytes Anti-Malware unter dem folgenden Link kostenlos herunterladen. Doppelklicken Sie auf die Setup-Datei um das Programm zu installieren.

    Malwarebytes Setup Datei

  2. Die Installation beginnt. Folgen Sie den Anweisungen. Im letzten Fenster klicken Sie auf
    Fertig
    .

    Malwarebytes anti Malware Setup

  3. Starten Sie den Quick Scan (
    Suchlauf
    ->
    Quick Scan durchführen
    ).

    Malwarebytes Anti-Malware

  4. Malwarebytes durchsucht Ihren Computer auf Viren.

    Malwarebytes Scanvorgang

  5. Sobald der Suchlauf abgeschlossen ist, klicken Sie auf die Schaltfläche
    Ergebnisse anzeigen
    .

  6. Es werden Ihnen alle gefundenen Schädlinge angezeigt. Löschen Sie alle Schädlinge über die Schaltfläche
    Löschen
    .

Schädlinge mit HitmanPro aufspüren

  1. Laden Sie HitmanPro von herunter (30 Tage Testversion).

  2. Doppelklicken Sie auf die
    HitmanPro.exe
    (32-Bit Betriebssystem) oder
    hitmanpro_x64.exe
    (64-Bit Betriebssystem) und installieren Sie das Programm.

    Hitmanpro

  3. Nach Abschluss der Installation, durchsucht das Programm Ihren Computer nach schädlichen Dateien.

    Hitmanpro Suche

  4. Sobald der Scanvorgang abgeschlossen ist, klicken Sie auf die Schaltfläche
    Weiter
    um die gefundenen Schädlinge zu entfernen.

    Hitmanpro Viren

PC-Sicherheit überdenken

Eine 100-Prozentige Sicherheit wird es nie geben. Auch wenn Sie einen aktuellen Virenscanner installiert haben und Ihr Windows regelmäßig updaten. Trotzdem sollten Sie sich im Internet an ein paar einfache Verhaltensregeln halten. So reduzieren Sie das Risiko, sich Malware einzufangen, um ein vielfaches.

In der heutigen Zeit wird viel mit Betrug erreicht. Webseiten die vortäuschen vor Viren zu schützen bergen Malware. Programme mit verlockenden Namen die in Wahrheit Trojaner einschleusen. Mitarbeiter die behaupten sie müssen nur schnell etwas auf dem Server korrigieren. Freunde, die nur schnell etwas auf dem Rechner nachsehen wollen. Schon mal daran gedacht wie leichtgläubig man ist? Es gibt unzählige Firmen die wegen eines Vertrauensmissbrauches Konkurs gingen. Sie werden mir es kaum glauben wie viel Zeit Sie sich schlussendlich sparen könnten, wenn Sie die arbeit selber machen würden und nicht jedem die Tastatur in die Hand drücken würden. Haben Sie eine Firma? Ein Netzwerk? Schon mal nachgesehen was für ein Chaos auf diesen Servern herrscht? Jeder Mitarbeiter darf zu Weihnachten einmal mit dem Server spielen... so stehts im Arbeitsvertrag? Seien Sie Vorsichtig, und arbeiten Sie lieber eine Stunde länger, dafür ist die Arbeit korrekt erledigt. Vertrauen ist ein wichtiges Wort in der Sicherheit. Vertrauen Sie jemandem Ihre Daten an, so haben Sie keine Chance mehr die Daten zu kontrollieren, geschweige den zu bestimmen wer alles auf diese Daten Zugriff hat! Einmal kopiert, für immer verlohren! Seien Sie Vorsichtig!

Backup - Wichtige Daten regelmäßig sichern

Backup ist Ihre Lebensversicherung! Egal was passiert, Sie müssen Ihre Daten auf X beliebiges Datum zurückspielen können! Datenverlusst kann eine Firma in den Ruin treiben! Ein Virus am richtigen Ort und eine Firma ist Konkurs! Ein Plattencrash und x Mitarbeiter sind arbeitslos! Einmal die falsche Partition formatiert? Ein Millionen Projekt geht den Bach ab. Ein Feuer in der Nacht? Schulden fürs ganze Leben! Backup heißt das Zauberwort. Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter. Eines Tages wird sich der Aufwand auszahlen!

Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Daten auf ein x beliebiges Datum zurückspielen können. Sorgen Sie dafür, dass sie fertige Images von Ihren Servern haben damit Sie die Ausfallzeiten möglichst gering halten können. Serverausfälle kosten enorm viel Geld, es ist nicht nur Geld das Sie verliehren weil nicht auf die Applikationen zugegriffen werden kann, es ist auch die Zeit die Sie wieder benötigen den Server wieder flott zu kriegen, all die Mitarbeiter die in dieser Zeit zwar den Lohn erhalten, aber nichts für die Firma leisten.

Es gibt hunderte von Webseiten die sich mit diesem Thema befassen. Wenn Sie kein Backup konzept haben erarbeiten Sie sich eins. Und zwar nicht morgen, fangen Sie noch heute an, den morgen könnte Ihre Firma schon Konkurs sein! Egal was passiert, ob Sie nun einen Virus einfangen, ob Ihr Server gehackt wird, ob Sie einen Plattencrash haben, seien Sie um Ihr Backup besorgt, es kann Ihre Firma retten!

Passwörter erstellen und schützen

Passwörter sind oft das letzte Hindernis zu Ihren Daten! Stellen Sie sich vor, Sie haben uneingeschränkten Zugriff auf die Daten Ihres Dozenten. Zugriff auf die Datenbank des Steueramtes. Zugriff auf jedes ComputerSystem. Passwörter schließen in den meisten Fällen als letzte Instanz die Pforten vor Unberechtigtem Zugriff auf Ihre Daten. Wissen Sie wie einfach es ist ein Passwort zu erspähen? Wissen Sie eigentlich welch einfache Programme heute im Einsatz sind um Passwörter abzufangen? Wissen Sie eigentlich wie einfach man Ihnen über die Schulter sehen kann und das Passwort wortwörtlich ablesen kann?

Geben Sie niemals Ihr Passwort heraus! Ihr Systemadministrator benötigt in keinem Fall Ihr Passwort, in Keinem! Ihr Supportcenter, Ihre Mitarbeiter, Freunde und Bekannten benötigen in KEINEM Fall Ihr Passwort in KEINEM Fall. Ich schreibe das absichtlich zweimal, damit sie sich das einprägen! Es ist sehr sehr wichtig! Falls ein Mitarbeiter oder sonnst irgendwer berechtigterweise Zugriff auf einige Daten benötigen, kopieren Sie sie an einen anderen Ort, schicken Sie diese den Leuten per PGP-Mail zu. Aber niemand auf dieser Welt braucht ihre Logindaten, niemand!

Seien Sie darum besorgt, dass Sie für jede Authentifikation ein eigenständiges Passwort haben und dass Sie es in unregelmäßigen Abständen ändern! Mindestens aber einmal im Monat! Schreiben Sie niemals Ihre Passwörter auf Papier auf, speichern Sie niemals Ihre Passwörter auf dem Computer ab, niemals! Passwörter kann man nur sicher speichern, wenn man diese mit einem weiteren Passwort schützt und die Datei mit mind. 128bit verschlüsselt! Wie gesagt, Passwörter sind oft die letzte Einschränkung auf Ihre Daten, denken Sie daran!

Durch Konfiguration die Angriffsfläche einschränken

Jede Standardkonfiguration birgt Gefahren, sei es nur, dass man darauf schließen kann was für eine Konfiguration Sie auf Ihrem System haben. Jegliches Wissen kann Ihrem Angreiffer von nutzen sein. Sie sollten die restriktivsten Einstellungen wie nur möglich vornehmen! Möglichst viel mitloggen und wenn irgend nur Möglich dises Logfiles in möglichst unregelmässigen, aber mindestens alle Tage auf ein anderes System senden. Moderne Tool bieten den Angreifern nicht nur ein Eindringen in die Systeme, sondern auch das gezielte Löschen von Logfiles und seien Sie ehrlich, was nützt Ihnen dann Ihr Logfile?

Nur über dieses Thema könnte man Bücher füllen. Seien Sie darum besorgt, dass nichts in der Standardkonfiguration bleibt sofern diese nicht wirklich die absolut sicherste Lösung ist. Haben Sie schon mal das Betriebssystem nicht auf die C Partition sondern auf die D Partition verlagert? Einen neuen Account erstellt mit dem Namen Gastaccount und den in die Administratorengruppe geschmissen? Dafür den Administrator Account genommen und ihm jegliches Anmelden und jegliche Rechte entzogen? Schon einmal daran gedacht? Es gibt unzählige Möglichkeiten die Konfigurationen zu ändern. Nutzen Sie sie! So wird es auch für jeden Virus schwieriger die Bootmgr-Datei zu lokalisieren.

Hard- und Softwarefirewall & Honeypots

Bringt grundsätzlich nichtsaußer man versteht was davon! Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Arten von Firewalls. Die sogenannten Portfilter, Stateful Inspection und die Application Layer Firewall. Ein Portfilter prüft und überwacht nur die ein- und ausgehenden Verbindungen im Zusammenhang mit dem Protokoll (TCP/IP, UDP/IP, ICMP, IPX/SPX....), den beteiligten Ports und das natürlich für ein und ausgangsseite, einige sprechen hier von North site and South site, andere von A nach B... Mit diesen Informationen, also Protokoll, Port wird entschieden ob das Paket weitergeleitet wird oder nicht. Eine Überprüfung des Inhalts, also ob das Viren, Trojaner oder nur harmlose E-Mails sind findet nicht statt. Deshalb könnte ich mir auch jedesmal den Kopf gegen die Wand kicken wenn jemand sagt, neeeee ich hab keine Viren, ich hab ja ne Firewall... klick?

Ok weiter gehts... dann gibts wie oben erwähnt noch die Stateful Inspection. Diese Firewall kann ein bisschen mehr. Sie hat im Prinzip die gleiche Funktionsweise wie ein Portfilter kann aber zusätzlich noch prüfen ob die Verbindung auch zu dem vorgegaukelten Zweck aufgebaut wird. Nehmen wir an jemand will eine ftp Verbindung zu einem ftp-Server aufbauen. Im Falle eines Portfilters würde die Firewall nur folgendes Prüfen, wird von Punkt A zu Punkt B das Protokoll auf dem Port 21 zugelassen oder nicht. Eine Stateful Inspection ist in der Lage, diese Regeln aber etwas anzupassen, sie kann in diesem Beispiel auch den dazugehörigen Rückkanal öffnen! Cool nicht?

Dann gibts noch die Application Layer Firewall, sie bietet die Möglichkeit, die meisten Daten sauber zu überprüfen. Ihr könnt Euch das so vorstellen wie ein Proxy, die Daten werden nicht direkt ins Netz geschickt sondern erst an die Firewall, dort überprüft und bei Befund ok, weiter geschickt. Solche Firewalls können somit auch den Inhalt genau überprüfen und je nach Produkt wird recht aufwendig nach Viren, Trojanern bzw. allgemein nach unerwünschten oder gefährlichen Inhalten gefiltert. Im Fall einer Softwarefirewall, d.h. das eigentliche Programm braucht eine Weitere Soft- sowie Hardware um überhaupt rennen zu können, wird meistens eine Netzwerkkarte simuliert und die Daten somit über diesen Neuen Adapter gefiltert.

Softwarefirewalls neigen dazu, leicht abgeschossen zu werden, da sie von einer anderen Software aufgerufen werden und somit auch wieder gut und schnell gekillt werden können. Sie sind dafür aber meistens recht Preiswert. Nun gut... genug gelabert. Wichtig ist, dass man sich nicht irgendeine Firewall anschafft diese online stellt und denkt damit ists getan. Es ist eine absolute Notwendigkeit dass man diese auch richtig Konfiguriert und weiß wovor sie schützen kann und wo sie machtlos ist! Arbeiten Sie sich in diese Thema gut ein, es kann Sie vor einigem Schützen! Falls Sie nicht die nötige Zeit dafür haben, beauftragen Sie einen Experten der Ihnen ein Firewallkonzept erarbeiten und implementieren soll! Es lohnt sich!

Honeypot, da schlägt mein Herz gleich höher... es gibt unzählige, leider nicht ganz billige Produkte die ein Betriebssystem und oder Dienste vortäuschen können. Dabei wird dem Angreiffer ein anderes OS und oder ein anderer Dienst vorgegaukelt und dieser wird nach Exploits suchen die auf dieses OS und oder Dienst ansprechen. Was jedoch in 99% der Fälle wirkungslos bleibt, da ja ein ganz anderes Betriebssystem eingesetzt wird und der Dienst der vorgegaukelt wird womöglich gar nicht im einsatz ist.

Also kurze Zusammenfassung, Firewalls sind gut und Recht wenn man sie richtig konfiguriert, sie vermitteln aber in den allermeisten Fällen ein falsches Bild von Sicherheit und man sollte sich gerade deshalb gut in diese Materie einarbeiten!

Weitere Informationen zum Thema Virenschutz und IT-Sicherheit finden Sie hier.

Sollten Sie etwas nicht verstehen, das Bootmgr Fehlt Problem nicht behoben kriegen oder das Gefühl haben, dass etwas falsch dargestellt wird, teilen Sie uns das bitte mit.