Virenscanner Test - Die besten Antivirenprogramme 2016 im Vergleich

Virenscanner Test Das Internet wird von Jahr zu Jahr immer gefährlicher und die Methoden der Virenautoren immer umfangreicher. Genauso, wie Sie darauf achten, dass die Türen in Ihrem Zuhause versperrt sind, damit keine Einbrecher hineingelangen, können Sie auch Schadsoftware aussperren. Und inzwischen dürfte es jedem Computer-Nutzer einleuchten: Ein Virenscanner gehört zum Pflichtprogramm! Bei einer genaueren Betrachtung, der am Markt vorhandenen Virenscanner, stellt man sich jedoch schnell die Frage: Welcher Virenscanner ist denn nun der Beste? Um diese Fragen beantworten zu können, testen wir regelmäßig die besten Antivirenprogramme, analysieren die Virenscanner Tests von anderen Publikationen und stellen die Testergebnisse hier online. Der Virenscanner Test deckt eine Reihe der Metrik, einschließlich Erkennungsraten über verschiedene Typen von Viren sowie Adware und Spyware, Fehlalarmen, Scangeschwindigkeit, proaktiver Entdeckung, und Reaktionszeiten bei Ausbrüchen ab.

Keiner der hier getesteten Virenscanner bietet einen hundertprozentigen Schutz. Das ist auch heutzutage gar nicht mehr möglich. Wenn man sich jedoch die Erkennungsrate der verschiedenen Virenscanner anschaut, ist es erstaunlich wie groß die Lücken bei manchen Schutzlösungen sind.

Übersicht der besten Antivirenprogramme 2016

Getestet werden alle Virenscanner unter Windows 8. Letzter Test: 23. März 2016.

Platz Trend Virenscanner Erkennung* Software Performance Kaufpreis
1
keine Veränderung Bitdefender Internet Security 2016 99 % 9,5 9,5 18,00 Euro*
*Die 5-Jahres-Lizenz gibt es bereits für einmalig 89,95 Euro (18 Euro/Jahr). Für alle anderen Bitdefender-Lizenzen finden Sie weiter unten einen exklusiven Rabattgutschein (25 Prozent).
2
keine Veränderung Kaspersky Internet Security 2016
94 %
9,0 9,0 38,99 Euro
2
keine Veränderung Emsisoft Internet Security
94 %
9,0 9,0 49,95 Euro
4
Hoch Norton Security Deluxe
90 %
8,5 8,5 34,99 Euro
5
Runter G Data Internet Security
88 %
7,0 7,0 25,99 Euro
6
keine Veränderung F-Secure Internet Security
85 %
6,0 7,0 35,98 Euro
7
keine Veränderung ESET Smart Security
85 %
5,5 7,0 34,95 Euro
8
keine Veränderung Titanium Internet Security 2016
85 %
5,5 7,0 46,59 Euro
9
keine Veränderung Avast Free Antivirus
75 %
5,5 5,5 Gratis
10
keine Veränderung Avira Internet Security
73 %
4,5 4,5 39,95 Euro
11
Hoch McAfee Internet Security
70 %
3,0 4,5 12,00 Euro
12
Runter Avira Free Antivirus 2016
70 %
4,5 4,5 Gratis
13
Runter Ad-Aware Pro Security
70 %
4,0 4,0 36,00 Euro
14
keine Veränderung AVG Anti-Virus Free
70 %
3,5 4,0 Gratis
15
keine Veränderung AVG Internet Security
70 %
4,0 4,0 39,95 Euro
16
keine Veränderung Microsoft Security Essentials 4.6
55 %
3,5 3,5 Gratis
*Die Viren-Erkennungsrate setzt sich zusammen aus eigenen Tests mit knapp 1.000 Malware-Samples.

Testergebnisse - Grafisch aufbereitet

Den besten Testergebnisse kann der Virenscanner von Bitdefender vorweisen. Gute Ergebnisse erzielen Kaspersky, Emsisoft und Norton. Als schlechtester Scanner erweist sich eindeutig die Microsoft Security Essentials.

Erkennung Software Performance

Virenscanner Testergebnis (Erkennung, Software, Performance)
Bitdefender Internet Security 2016
99%
9,5
9,5
Kaspersky Internet Security 2016
94%
9,0
9,0
Emsisoft Internet Security
94%
9,0
9,0
Norton Security Deluxe
90%
8,5
8,5
G Data Internet Security
88%
7,0
7,0
F-Secure Internet Security
85%
6,0
7,0
ESET Smart Security
85%
5,5
7,0
Titanium Internet Security 2016
85%
5,5
7,0
Avast Free Antivirus
75%
5,5
5,5
Avira Internet Security
73%
4,5
4,5
Avira Free Antivirus 2016
70%
4,5
4,5
Ad-Aware Pro Security
70%
4,0
4,0
AVG Internet Security
70%
4,0
4,0
McAfee Internet Security
70%
3,0
4,5
AVG Anti-Virus Free
70%
3,5
4,0
Microsoft Security Essentials 4.6
55%
3,5
3,5

Der Testsieger: Bitdefender Internet Security 2016

Der Testsieger Bitdefender Antivirus Plus 2015Wie viele andere Antivirus-Hersteller auch, stellte Bitdefender mit der Bitdefender Internet Security 2016 eine komplett neue Sicherheitssuite vor. Neben den in älteren Versionen schon vorhandenen Komponenten Malware-Schutz und Co wurde die aktuelle Version um Module gegen Identitätsdiebstahl, gegen Phishing und einem Geldbörsen-Modul erweitert. Die Installation der Software ist einfach durchzuführen, es ist kein Neustart nötig. Fragen bezüglich der individuellen Konfiguration der verschiedenen Schutzmodule werden nicht gestellt. Stattdessen wird zunächst der Autopilot-Modus aktiviert. Im Autopilot-Modus trifft das Programm selbstständig die bestmöglichen Sicherheitsentscheidungen und man bleibt von nervigen Konfigurations-Pop-ups verschont.

Die Bedienung erfolgt über eine sehr übersichtliche Oberfläche, in der auf einen Blick der Status aller Komponenten ersichtlich ist und direkt zur Konfiguration einzelner Bereiche gewechselt werden kann.

Ein wichtiger Bestandteil der Software ist darüber hinaus die Kindersicherung. Die Bitdefender Internet Security 2016 bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, um Kinder vor dem Zugriff auf unangemessene Inhalte zu schützen. Neben diesem inhaltlichen Schutz bietet das Programm auch die Möglichkeit, die Nutzung des Internets durch die Kinder auf frei bestimmbare Zeiträume einzuschränken.

Die Virenerkennung überraschte uns in unserem Test mit einer überdurchschnittlichen Erkennungsrate von 100 Prozent. Alle Schädlingen wurden bei einer Suche über ganze Verzeichnisse, in E-Mails und beim Datenzugriff zuverlässig erkannt. Fehlalarme gab es keinen einzigen! Unerwünschte Spam-E-Mails wurden zuverlässig geblockt.

Recht häufig haben Computer-Nutzer Probleme mit Antivirenprogrammen, da diese naturgemäß sehr tief in das Computer-System eingreifen. Bitdefender ist ein ohne Einschränkungen zu empfehlenden Virenscanner, der alle Viren erkennt und problemlos funktioniert.

Bitdefender Testergebniss bei Chip Das Jahr 2015 hat hinsichtlich der Testsiege hervorragend für die Bitdefender Internet Security 2016 begonnen. Nachdem unser Team, die PC Welt (Ausgabe 04/2015) und das PC Magazin (Ausgabe 01/2015) die Internet Security bereits auf den 1. Platz getestet hat, kam nun ein Testsieg in der Chip-Ausgabe 02/2015 dazu. Zitat: "Bitdefender bietet die beste Kombination aus Schutz und Geschwindigkeit."

Bitdefender Testergebnis bei AV-Test Und auch der weltweit führende, unabhängige Service-Dienstleister im Bereich Computer-Sicherheit und Antiviren-Forschung (AV-Test) hat die Bitdefender-Virenerkennung in diesem Jahr ausgezeichnet. Insgesamt hat das AV-Test-Institut - über das ganze Jahr hinweg - 20 Antivirenprogramme untersucht.
Bitdefender Rabattcodes und Angebote

5-Jahreslizenz für 18 Euro pro Jahr - 70 Prozent Ersparnis

Aktuell gibt es die 5-Jahreslizenz der Bitdefender Internet Security für 89.95 Euro (18 Euro/Jahr). Ein Ersparnis von satten 70 Prozent (Basispreis: 250 Euro). Software-Updates (auf Version 2016, 2017 usw.) sind selbstverständlich kostenlos enthalten.

25 Prozent Rabattcode

Bitdefender Rabattcode Wenn Sie die Bitdefender Internet Security 2016 auf der offiziellen Bitdefender-Seite kaufen möchten (Empfehlenswert), steht Ihnen ein exklusiver 25 Prozent Rabattcode zur Verfügung. Ausgenommen: Die 5-Jahres-Lizenz (18 Euro/Jahr) von Bitdefender Internet Security. Geben Sie den Rabattcode - bei der Bestellung - einfach im dafür vorgesehenen Warenkorb-Feld ein (siehe Bild rechts).

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Nur noch heute gültig!

Platz 2: Kaspersky Internet Security 2016

Kaspersky Virenscanner 2014Kaspersky bringt mit der Internet Security Version 2016 eine neue Auflage des Programms heraus. Diese beinhaltet einen Malware-Schutz, einen Echtzeit-Schutz und eine sofortige Sicherheitsüberprüfung. Die Installation ist insgesamt unproblematisch, nach dem notwendigen Neustart ist die Software einsatzbereit. Das Benutzerinterface wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Alle Einstellungen sind leicht zu finden. Die Konfigurations-Optionen sind gut erklärt.

Die Antivirus-Komponente arbeitete in unserem Virenscanner Test ohne größere Mängel, es wurden fast alle Viren erkannt (94 Prozent). Lediglich eine Hand voll älterer Viren wurden nicht gemeldet. Über eine Explorer-Erweiterung lassen sich beliebige Dateien, Verzeichnisse, Laufwerke und Archive überprüfen. Eine tolles Antivirenprogramm, das sowohl durch eine gute Virenerkennung als auch durch eine einfache Benutzeroberfläche überzeugen kann.

Bester kostenloser Virenscanner: Avast Free Antivirus

Die Bedienoberfläche der aktuellen Avast-Version ist im Vergleich zur 2015er Version nahezu unverändert, alles findet sich dort wo man es gewohnt ist. Als langjähriger Anwender muss man sich nicht groß neu einarbeiten. Beim ersten öffnen wird man gleich darauf hingewiesen ein Update durchzuführen und das System auf Viren zu untersuchen. Die Performance während einer Vollständigen Untersuchung geht leider deutlich in die Knie.

Bei unseren Antivirus Tests erzielte Avast die besten Ergebnisse - aller kostenfreien Virenscanner. Im 500er Test übersah es 125 Schädlinge, was eine Erkennungsleistung von 75 Prozent ausmacht. Im 1000er Test wurden 74 Prozent erkannt und einer von neun False Positives wurde fälschlicherweise entfernt. Beim 5000er Test blieben 1504 Schädlinge zurück, was einer Leistung von 75,1 Prozent entspricht. Kein anderer kostenloser Virenscanner bietet aktuell einen vergleichbaren Virenschutz. Das Antivirenprogramm kann von der Avast-Homepage heruntergeladen werden und ist 87 Megabyte groß. Die Installation kann je nach Rechnerleistung eine Weile dauern.

Achtung: Achten Sie beim Installieren von kostenloser Virenschutz-Software immer auf unerwünschte Extras. Demarkieren Sie solche Optionen, wenn Sie diese nicht brauchen. Entscheiden Sie sich bei der Avast-Installation für die benutzerdefinierte Installation, sonst wird Dropbox mitinstalliert.

Darum bieten kostenlose Virenscanner keinen ausreichenden Schutz

Es gibt im Wesentlichen zwei Suchmethoden: Die Suche nach virentypischem Code und das Aufspüren von virentypischen Aktionen. Bevor die ersten polymorphen Viren auftauchten, suchten Virenscanner nur nach Bytefolgen (Signaturen), die in bereits bekannten Viren enthalten waren oder die allgemein für Viren typisch sind. Da polymorphe Viren ihren Code jedoch ständig verändern, reicht diese Suchmethode nicht mehr aus.

Kostenlose Virenscanner Und spätestens hier trennt sich bei den Antivirenprogrammen die Spreu vom Weizen. Kostenlose Programme enthalten kaum Schutzmechanismen, die das Verhalten von möglichen/unbekannten Schadprogrammen analysieren können. Kostenpflichtige Programme dagegen gehen folgendermaßen vor:

Durch Zuschalten der sog. "Heuristik" werden die Suchroutinen "verallgemeinert" und es wird nicht mehr ausschließlich nach Bytefolgen gesucht, sondern dem besonderen, virentypischen "Verhalten". Ein Virus hängt sich an ein Wirtsprogramm an, manipuliert den Bootsektor, verändert Makros u.a. Findet die Heuristik des Scanners Code-Fragmente, die diese Aktionen durchführen können, wird der Scanner Alarm geben - auch wenn keine Signaturübereinstimmung gefunden wurde. Das dabei der eine oder andere Fehlalarm produziert wird, ist das unvermeidliche Risiko jeder heuristischen Suche. Und so zeichnet sich ein wirklich gutes Antivirus Programm u.a. eben auch durch extrem wenige Fehlalarme ("False Positives") aus.

In unserem letzten Antivirus Test erzielte Avast Free Antivirus die besten Testergebnisse - aller kostenlosen Virenscanner (Platz 7). Vergleicht man jedoch die einzelnen Testergebnisse mit dem Testsieger (Bitdefender Internet Security 2016), wird deutlich wie groß der Unterschied ist:

Platz Virenscanner Testergebnisse
1
Bitdefender Internet Security 2016 Erkennung
99 %
Performance
9,5
Software
9,5
7
Avast Free Antivirus Erkennung
75 %
Performance
5,5
Software
5,5

Wovor muss ein guter Virenscanner schützen?

Der wohl gefährlichste Infizierungsweg ist das World Wide Web. Das Internet bietet viele Wege, Ihren Computer und somit auch Ihre privaten Daten anzugreifen (z.b. per E-Mail, Downloads, Drive-by-Drive). Angriffe sind oft nicht zielgerichtet, sie werden Kreuz und quer durch das Internet verbreitet und verfolgen ganz unterschiedliche Ziele. Viele reden bei der Absicherung eines Computer vom Antivirus-Schutz, aber der Virus ist im Grunde nur der sichtbare Teil eines Schädlings und nicht unbedingt der gefährlichste. Die Jahre, in denen Viren von Programmierern freigesetzt wurden, um lediglich einen Server zu überlasten, sind vorbei. Malware-Programmierer bewegen sich inzwischen in einem sehr professionellen Bereich. Mit Malware wird sehr viele Geld verdient. Es werden Kennwörter abgezogen, Bankingdaten geklaut, Erpressungsviren installiert uvm.

Viren Zunahme von 2004 bis 2014

Aber wovor muss ein guter Virenscanner eigentlich schützen? Ein guter Virenscanner schützt nicht nur vor Viren, Trojanern und Hackern, sondern auch vor Spam und Phishing sowie vor Spyware. Manche Anbieter haben sogar eine Kindersicherung an Board. Security Suites haben den Vorteil, dass alles aus einer Hand kommt und sich Programme von unterschiedlichen Anbietern gegenseitig nicht behindern und den Rechner verlangsamen oder womöglich gar keinen Schutz gewährleisten. Die Bedienung über eine Oberfläche, bietet dem Anwender einen direkten Überblick der Einstellungen und Anwendungen.

Viren und Würmer

Viren und Würmer sind kleine Programme, die sich auf den Datenträgern einnisten. Sie sind in der Lage sich selbst zu reproduzieren und Ihre Daten zu manipulieren. So werden zum Beispiel ganze Rechner gesperrt und der Nutzer erpresst (Ransomwareviren). Zur Verbreitung nutzen sie sehr oft Adressbücher von E-Mailprogrammen. Ob Sie von einem Virus befallen sind oder nicht, ist ohne ein Antivirus-Programm kaum feststellbar. Und wenn Sie es merken, dann meist nur, weil der Virus gerade seinen Auftrag erfüllt. Doch dann ist es in der Regel zu spät. Die Symptome können alles betreffen, daher ist es unter Umständen kaum möglich diese von anderen Fehlern zu unterscheiden.

Trojaner

Einst standen die Helenen nach einem zehn Jahre dauernden Krieg vor den Toren Trojas. Die mächtigen Befestigungsanlagen machten diese Stadt zu einem schwer einnehmbaren Ziel. Der Sage nach veranlasste Odysseus den Bau eines hölzernen Pferdes, es sollte ein Geschenk für die Trojaner werden, eines mit einem ganz besonders brisanten Inhalt. Die List hatte Erfolg, die Trojaner nahmen das Geschenk dankbar an und zogen das Pferd in das Innere der Stadt. Zu nächtlicher Stunde verließen die im Pferd eingeschleusten Griechen ihr listiges Gefährt und öffneten die Stadttore. Die Armee der Helenen drang in die Stadt Troja ein. So erzählt es zumindest die Saga.

In den 1990ern griff Karl Koch, ein Hacker mit gar nicht so friedlichen Absichten, die altbewährte Strategie auf: Der PC Trojaner ist angelehnt an die Griechische Mythologie und hat in diesem Fall auch den gleichen Zweck. Das Trojanische Pferd oder in der Computersprache „der Trojaner“ schleust sich in Ihrem Computer ein und startet sich automatisch. Diese Software spioniert nun ihre Daten aus. Sie denken vielleicht in diesem Moment, was interessiert denn die Leute meine Dokumente, mein Fotoarchiv oder welche Musik ich höre? Aber hinter diesen Daten ist der Trojaner gar nicht her. Der Trojaner will nur die wichtigen Daten: Passwörter für Programme, Zugänge zu Internetseiten, Kreditkarten-Nummern und Bankdaten. All diese sensiblen Daten, die für Sie auch recht teuer werden können, sendet der Trojaner dann wieder an den Absender zurück. Dieser Vorgang bleibt völlig unentdeckt. Bis Sie auf Ihrer Kreditkarten-Abrechnung Summen nicht zuordnen können.

Wir schätzen Trojanische Pferde als extrem gefährlich ein, im Gegensatz zu Viren können Sie zielgerichtet deutlich mehr Schaden anrichten.

Spyware

Adware Virus Spyware und Trojaner haben im Grunde den gleichen Auftrag, Daten sammeln und diese dann verschicken. Die Spyware interessiert sich aber mehr für das Verhalten des Computeranwenders. Diese Spione zeichnen Ihre besuchten Webseiten auf, Ihre Suchbegriffe, Ihre benutzen Programme. Zum Schluss hat die Spyware ein recht genaues Verhaltensprofil von Ihnen und versendet dieses wieder zum Absender der Spyware zurück. Indirekt bringen diese Daten richtig viel Geld, wenn diese wieder in die richtigen Kanäle gelangen. Denn aus diesen Daten kann man Rückschlüsse ziehen, dass Sie zum Beispiel Technik-Interessiert sind, das sie hauptsächlich auf Seiten von Anbietern technischer Geräte wie Fernseher, HiFi oder Kommunikationstechnik surfen. Und so kann man Ihnen gezielt Werbung anbieten. Das Ganze klingt nicht wahnsinnig gefährlich, aber es ist ein erheblicher Angriff auf Ihre Privatsphäre und verlangsamt Ihren Computer unter Umständen deutlich.

Spyware blendet – teilweise penetrant – Werbung ein, mindert die Datenübertragungsbandbreite, spioniert den Anwender aus und schadet ab und an auch anderen Webseiten, die mit der Spyware eigentlich gar nicht zusammenhängen. Es gibt also einige gute Gründe, sich vor solche Spionen zu schützen. Virenscanner, die in unserem Virenscanner Test mit einer guten Viren-Erkennungsrate glänzten, schützen sehr gut vor Spyware.

Phishing

Phishing ist momentan sozusagen die “Wachstumsbranche” in der Welt des organisierten Computerbetrugs. Der Begriff selbst leitet sich auf dem englischen Wort für fischen (to fish) ab, wobei das “F” durch “Ph” ersetzt wird, eine im Netzjargon oft auftretende Abwandlung (vgl. Phun, Phreak, etc.). Bei Phishing läuft der Angriff etwas anders ab als es bei Viren und Trojanern der Fall ist. Der Angriff findet über eine E-Mail oder eine andere Art der Aufforderung statt.

Phishing Mail Beispiel Bleiben wir doch bei der E-Mail. In diesem Fall landet in Ihrem Postfach eine E-Mail von Ihrer Bank (PayPal Beispiel rechts - zum vergrößern draufklicken). In dieser Mail wird Ihnen eine Geschichte von Datenaktualisierung Ihrer E-Mail-Daten für die interne Aktualisierung Ihrer persönlichen Daten erzählt. Diese E-Mai ist äußerlich mit der Internetseite Ihrer Bank identisch und Sie haben keine Zweifel, dass diese Mail von Ihrem Geldinstitut versendet wurde. Sie bestätigen die Richtigkeit der e-Mail Adresse (was sollen Sie auch anderes tun, denn die E-Mail ist ja bei Ihnen gelandet) und werden aufgefordert noch Ihre Kontonummer, Pin und einen Ihrer Tans (braucht man für die Benutzung von Homebanking) einzugeben. Sie wundern sich, aber in der E-Mail steht, dass diese Daten zur Sicherstellung gebraucht werden, dass Sie die richtige Person sind, um dessen Daten es sich handelt.

Blauäugig geben sie diese Daten ein und versenden somit Ihre Bankdaten. Auf der anderen Seite werden Ihre Kontodaten mit den Tan dazu benutzt Ihr Konto leer zu räumen. Das merken Sie erst, wenn Sie das nächste Mal auf Ihren Kontoauszug schauen oder versuchen Geld abzuheben und der Dispo bis auf den letzten Euro aufgebraucht ist. MERKEN: Kein Geldinstitut wird nach Ihren persönlichen Daten per Mail oder auch am Telefon fragen. Also Niemanden diese Daten weitergeben.

Spam

Und zu guter Letzt keine wirkliche Gefahr aber ein sehr lästiges Problem: Spam. Zum einen verstopfen diese die Postfächer der Verbraucher, zum anderen erhöhen sie unnötig den Datenverkehr im gesamten Internet. Wer in dieser Welt auf rechtlichen Beistand hofft, hat letztendlich schlechte Karten. Sicherlich gibt es Gesetze die gegen Spam sprechen, doch es gibt wie so oft einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Um rechtlich gegen den Absender vorzugehen, muss dieser erst einmal identifiziert werden. Alleine daran wird es meist schon scheitern, denn auch die Versender, meist Spammer genannt, wissen um diesen Umstand und verbergen die eigene Identität sehr sorgfältig. Sollte dennoch jemand überführt werden, dürfte die nächste Hürde lauern: Jemanden rechtlich im fernen Ausland zu belangen, ist nicht gerade einfach. Ist Ihre e-Mail Adresse in die falschen Hände geraten gibt es kein zurück mehr. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse am besten nur einem kleinen Kreis an Personen weiter.

Kein Virenscanner bietet eine 100-Prozentige Sicherheit - Wichtige Sicherheitsregeln

Kein Antivirus-Programm bietet eine 100-Prozentige Sicherheit! Auch nicht der Testsieger in unserem Virenscanner Test. Damit Sie im Hinblick auf die Computer-Sicherheit optimal geschützt sind, sollten Sie außerdem einige Sicherheitsregeln beachten. Das Konzept von Windows NT und seine Nachkommen 2000/XP würde ein sehr sicheres Betriebssystem ergeben. Jedoch hinkt die Theorie der Praxis nach. Vor allem wird dies durch mangelnde Kenntnisse der Windows-Benutzer und Windows-Programmierer verursacht! Hier sollen einige Absicherungsmaßnahmen vorgestellt werden, die Ihren Windows-Rechner sicher machen können. Das Gefahrenpotenzial im Internet ist groß. Wer aber folgende Regeln beachtet, geht Cyberkriminellen nicht auf den Leim:
  • Vergessen Sie aus Sicherheitsgründen alle Windows-Versionen, die nicht auf der Windows NT-Technologie basieren. Entfernen Sie alle Windows 3.xx, 9x und Windows Me-Installationen. Auch die Windows NT-Installationen Windows 2000 und XP müssen Sie entfernen, da Microsoft keine Sicherheitspatch für diese Betriebssystemversion mehr erstellt. Bei Microsoft-Produkten müssen Sie die "Support Lifecycle Richtlinien" beachten. Die Support Lifecycle Richtlinien geben vor, dass Sie gratis und automatisch sicherheitsrelevante Updates von Microsoft-Betriebssystemen und Bürosoftware garantiert mindestens 10 Jahre nach dem Erscheinen des Produkts erhalten. Spätestens nach Ablauf dieser 10 Jahren sollten Sie auf das Nachfolgerprodukt wechseln, um nicht Sicherheitsprobleme zu riskieren. Sehr viele Virenscanner lassen sich auf solche Systeme gar nicht erst installieren.

  • Achten Sie bei der Installation von Windows darauf, dass Sie erst nach der Installation aktueller Update im Netz surfen. Ansonsten fängt sich der Rechner sehr wahrscheinlich Viren über noch nicht geschlossene Sicherheitslöcher ein. Möglicherweise trotz installiertem Virenscanner.

  • Installieren Sie nicht irgendwelche Gratissoftware aus dem Internet. Sie könnte unerwünschte Mitbringsel enthalten, die Sie ausspioniert, sogenannte Spyware. Wenn Sie schon Gratissoftware suchen, z.B. ein Gratis-WinZip- oder Adobe Distiller-Ersatz, so suchen Sie nach OpenSource-Software (z.B. 7-zip oder FreePDF), die kaum Spyware enthalten kann. Sie brauchen keine extra Spyware-Suchprogramme zu installieren. Praktisch alle Virenscanner enthalten eine Spyware-Suchfunktion, die aber meistens extra in den Virenscanner-Einstellungen aktiviert werden muss. Entnehmen Sie bitte dem Handbuch zu Ihrer Antivirus-Software, wie Sie die Spyware-Suchfunktion einschalten.

    Laden Sie Programme nur von Hersteller-Portalen oder bekannten Online-Quellen (z.B. Heise, ZDNet).

  • Um Rootkits sicher erkennen zu können, empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit den Rechner über ein sauberes Notfall-Bootmedium zu starten und den Rechner auf Viren- und Rootkitbefall zu untersuchen, zum Beispiel mit: Ultimate Boot CD for Windows

  • Achten Sie bei allen installierten Programmen darauf, dass Sie die letzte erhältliche Version einsetzen, das letzte Service Pack installiert ist und alle Sicherheitsupdates eingespielt sind. Der Secunia Personal Software Inspector ist besonders für den Einsatz auf dem PC zu Hause geeignet. Der Secunia Personal Software Inspector sucht die Festplatte auf Programme mit bekannten, in neueren Programmversionen bereits geschlossenen, Sicherheitslücken ab. Programme, die von Hackern und Virenprogrammieren gerne als Einfallstor verwendet werden (z.B. Adobe Reader, Adobe Flash, Java, Virenscanner), aktualisiert der Secunia Personal Software Inspector (PSI) vollautomatisch.

  • Seien Sie bei eingehenden E-Mails mit Dateianhängen kritisch. Testen Sie diese Anhänge auf Viren bevor Sie diese öffnen. Die meisten Virenscanner, wie z.B. Norton Antivirus, können eingehende E-Mails automatisch überprüfen.

    Unbekannter Dateianhang

  • Lassen Sie ab und an Ihre kompletten Festplatten vom Antivirus-Programm durchsuchen.

  • Um Probleme mit Antivirus-Programmen zu vermeiden ist es ratsam, nie zwei Antivirus-Programme gleichzeitig zu installieren! Die Antivirus-Programme haben typische Virencodesequenzen gespeichert, mit der zu überprüfende Dateien verglichen werden. Daher besteht bei zwei parallel installierten Programmen die Gefahr, dass das eine Programm das andere als Virus identifiziert.

  • Erlauben Sie Ihren Webbrowsern so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig (Stichwort: Drive-by-Downloads). ActiveX ist ein großes Sicherheitsproblem, Java ebenso, auch mit Javascript kann jede Menge Unsinn getrieben werden. Allerdings gehen so zahlreiche Webzusätze verloren. Wir empfehlen alles bis auf Javascript zu deaktivieren. Bei den meisten Webseiten ist alles andere nur eine Spielerei, die zwar nett aussieht, mehr aber auch nicht Wert ist.

  • Wireless Netzwerke sollten mit einer Verschlüsselung versehen werden. Da WEP eine leicht knackbare Verschlüsselung ist, sollte WPA- oder noch besser WPA2-Verschlüsselung eingesetzt werden. Richten Sie Ihren WLAN-Router/-Access Point so ein, dass nur Hardwaregeräte mit einer dem WLAN-Router bekannten MAC-Adresse Zugriff zum Wireless LAN erhalten. Noch sicherer wird das Ganze, wenn neben der WPA(2)-Verschlüsselung ein VPN verwendet wird.

  • Eine gute Backuplösung gehört zu einer guten Informatik-Sicherheitspolitik. Für Privatanwender wird empfohlen, mit einer kommerziellen Image-Software (z.B. Paragon Backup & Recovery Free Edition) Backups von der ganzen Festplatte auf ein oder besser auf zwei USB-Wechselfestplatten zu erstellen. Bei einem Totalausfall (z.B. Hardwaredefekt oder Virenbefall) starten Sie den Rechner von der Notfall-CD der Image-Software und spielen das Backup der ganzen Festplatte zurück. Beim Zurückspielen des Backups erhalten Sie innerhalb weniger Stunden wieder den (virenfreien, unbeschadeten) Zustand der Festplatte zurück. Genauso, wie der Festplatteninhalt bei der Aufnahme des Backups aussah. Leider verfügen nur sehr wenige Virenscanner über eine Backup-Funktion.

  • Weitere Informationen in unserem Sicherheits-Leitfaden "Sicher im Netz".

So testen wir die Antivirenprogramme in unserem Virenscanner Test

Wir testen alle Antivirenprogramme auf Herz und Nieren, auf Testgeräten mit installiertem Windows 8 Betriebssystem. Die hierfür verwendeten Computer verfügt über einen Doppelkernprozessor (2.3GHz), 4GB RAM und ein 250GB SATA-Laufwerk. Wir testen ...
  • ob das Antivirus-Programm Tausende Malwaresamples (Testviren, Rootkits) erkennt.

    Vireninfizierte Malwaresamples Kaspersky

  • ob das Antivirus-Programm seine eigenen Verzeichnisse vor dem Zugriff unbefugter Anwender schützt.
  • ob das Antivirus-Programm Testviren in verschachtelten Zip-Archiven findet.
  • wieviel Ressourcen das Antivirus-Programm benötigt (RAM, CPU). Analyse-Software: Process Explorer 16.05.
  • die Scangeschwindigkeit.
  • die Bedienung und Funktionalität.
Der Test wird regelmäßig aktualisiert. Alternativ können Sie sich die Malware-Erkennungsrate - der getesteten Virenscanner - auch als Grafik anzeigen lassen. Bei Fragen können Sie uns jederzeit kontaktieren.